Im Jahresbericht 1999, der im Auftrag des Wissenschaftsministeriums und
seit 1997 gemeinsam
mit dem

Bundesverband Photovoltaik in der Wirtschaftskammer Österreich erstellt wird, Kommt Gerhard
Faninger, Professor an der
Universität Klagenfurt (iff - Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung) und wissenschaftlicher Beirat des
Bundesverbandes Photovoltaik zum Schluss, dass Österreich Vorreiter bei der Nutzung und breiten Anwendung erneuerbarer
Energien ist. Für Faninger hat die Photovoltaik große Zukunftsaussichten und gilt als wesentlicher Beitrag, um die Energieversorgung
aus ihrer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu befreien.
Für die innovative österreichische Wirtschaft entwickelt sich hier ein sehr interessanter Markt, sowohl im Inland wie auch im
Export von Know-how und Dienstleistungen.1999 wurden in Österreich 741 kW (Spitzenleistung) installiert. Das entspricht einer
Zunahme von 88 kW oder 14 Prozent gegenüber 1998. Drei Viertel davon entfallen auf sogenannte, netzgekoppelte Anlagen,
sie speisen den Überschuss ins Netz ein.
Der aktuelle Beitrag der Photovoltaik zur Stromaufbringung in Österreich beträgt etwa 2.300 MWh, bzw. 2,3 Gigawattstunden
pro Jahr. Dabei kann man von einem durchschnittlichen jährlichen Stromertrag von 800kWh pro installierter Leistung von 1 kW (peak)
bei netzgekoppelten Anlagen ausgehen. Bei autark betriebenen PV-Anlagen beträgt dieser Wert im Schnitt 400 kWh (peak).
Die Chancen Österreichs liegen im Export von Know-how und Dienstleistungen. Vor allem für Entwicklungsländer werden
erneuerbare Energien und ganz besonders die Photovoltaik eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Energieprobleme spielen.
Die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom könnte in der dritten Welt die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig
vorantreiben und den Lebensstandard steigern helfen.