Schon seit langem besteht der Wunsch nach einem schnellen, günstigen und weltweit verfügbaren
Internetzugang, der noch dazu einfach zu installieren und bequem zu konfigurieren ist. Powerline ist die Antwort.
Denn das Stromnetz ist nahezu überall auf der Welt verfügbar und reicht bis fast in jedes Zimmer. Powerline ist daher eine
günstige Möglichkeit, die "letzte Meile" der Telefonkabel zu überwinden, die bisher der Telekom und einzelnen TV Kabelbetreibern
vorbehalten war.
Mit seiner schnellen Übertragungsrate von 2 Megabit pro Sekunde ist Powerline bis zu 30mal schneller als ISDN und noch
immer dreimal leistungsfähiger als ADSL.
Powerline ist somit eine potente Konkurrenz für bestehende Telekomunternehmen, Internetprovider und sogar
Fernsehkabelprovider. Werden die Energieversorger die neuen Telekom-Player der Zukunft?
Die Idee selbst ist ja nicht neu, schon seit Jahrzehnten werden einfache Signale per Energienetz, etwa das ein- und
ausschalten von Straßenlaternen, übertragen.
Doch die Adaptierung für den kommerziellen Nutzen gestaltet sich schwierig: Grundsätzlich verwandelt das PLC-Modem
ähnlich einem Babyphone die zu übertragenden Daten in digitale Signalpakete um, die dann in ein Frequenzgemisch umgesetzt
und auf die Netzspannung aufgeprägt werden. Der
Datenstrom fließt zwischen 300 und 500 Meter weit, dann muss ein Repeater
eingesetzt werden, der zur Signalverstärkung dient.
Doch Powerline hat auch einen großen Nachteil: Die Datenübertragung erzeugt eine ziemlich hohe Störstrahlung, die noch
10 Meter neben den Stromleitungen über den erlaubten Maximalwerten
liegt. Besonders unangenehm wirken sich außerdem
Netzteile von Computern oder Lichtdimmer aus - diese Störquellen dämpfen das Trägersignal zusätzlich. Hier liegen die
Powerline-Befürworter im Clinch mit den Regulierungsbehörden, denn nur die höheren Frequenzen im Megahertz-Bereich erlauben
hohe Datenübertragungsraten bei geringer Störanfälligkeit.
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