Leitungsschutzschalter sind nicht gleich! Es gibt kleine, aber wichtige
Unterschiede, die wir Ihnen in den folgenden Zeilen erklären möchten.
Der Auslösestrom ist jedem klar.
Oder?
Warum fällt dann bei dem einen die Sicherung, wenn er die Flex
einschaltet, und bei dem anderen nicht?
Der Grund für dieses unterschiedliche Verhalten der Automaten liegt in
der Auslösecharakteristik.
Zur Erklärung:
Eine Flex z. B. nimmt in dem Moment, in dem sie eingeschaltet wird, den
sogenannten Anlaufstrom auf, der um das 10- bis 20fache höher sein kann,
als der tatsächliche Betriebsstrom dieses Motors.
In diesem Fall wäre ein 16 A Sicherungsautomat mit der Kennlinie
"B" hoffnungslos überfordert, wenn ein Motor mit ca. 2500 W
eingeschaltet wird. Er würde nämlich im Einschaltmoment zwischen 110 A
und 160 A Strom aufnehmen, der Automat mit der Kennlinie "B"
hält aber höchstens einen Anlaufspitzenstrom von 80 A aus.
Daher müsste man in diesem Fall einen Sicherungsautomat mit 16 A
und der Kennlinie "C" verwenden, der Spitzenströme bis
zu 160 A aushält, ohne auszulösen.
Es darf auf keinen Fall ein stärkerer Automat, etwa 20 A, verwendet
werden, da in der Regel dadurch der Leitungsschutz nicht mehr gegeben
ist!
Dies könnte im Kurzschlussfall dazu führen, dass die Leiterisolation
schmilzt und ein Brand entsteht, da die Sicherung zu spät auslöst,
wenn sie dies überhaupt tut.
Die Sicherungen oder Automaten sind nur für den Schutz der
Leitungen zuständig, Sie können kein angeschlossenes Gerät vor
Schäden bewahren!
Für den Geräteschutz gibt es spezielle Motorschutzschalter, die auf
die genauen Betriebsströme und das Betriebsverhalten der Geräte
eingestellt werden können.